NRV Olympic Team Segler bei der Laser Senioren-Europameisterschaft

Die Laser-Segler des NRV Olympic Teams - Philipp Buhl, Nik Aaron Willim und Svenja Weger - gingen vor La Rochelle an der französischen Westküste bei der Laser Senioren-EM an den Start. Philipp Buhl landete im Feld der 117 Laser Standard auf einem hervorragenden 7. Platz. Bei den 74 Laser Radial konnte sich Svenja Weger einen tollen Platz 14 ersegeln. Nik Aaron Willim segelte erfolgreich in der Goldfleet und berichtet folgend von seiner ersten Senioren-Europameisterschaft:

Nik Aaron Willim ist zweitbester Deutscher bei der Laser Senioren-EM vor La Rochelle/Frankreich nach Philipp Buhl

"Ich blicke zurück auf eine Woche voller Anstrengungen und Emotionen. Gestern ging meine erste Senioren-Europameisterschaft zu Ende, welche geprägt war durch Hängen, Hängen, Hängen. Entgegen meiner anfänglichen Hoffnung einen Leicht- bis Mittelwind Wettkampf zu segeln, hatten wir kein einziges Rennen unter 12 kn. 

Eindrucksvoll hatte ich noch bei meinem Comeback nach einem Jahr Verletzungspause auf Palma bewiesen, dass ich bei leichten und mittleren Winden durchaus bereits wieder konkurrenzfähig bin, auch in außerordentlich gut besetzten Feldern. Doch dieses eingeschliffene Selbstbewusstsein fehlte mir bei viel Wind vollends. Woher sollte es auch kommen? Ein ganzes Jahr Ausfall. Konsequenz: Gewichtsverlust, fehlende Kondition und mangelhafte Technik. In meiner mentalen Vorbereitung jedoch, kam ich zu einem simplen Schluss:

"Den Wind kann ich nicht ändern, meine jetzige Verfassung auch nicht. Aber meine Einstellung - die schon."

Und Voilà. Sechs famose Rennen katapultierten mich ins Goldfleet. Mit jeder Kreuz wich der Respekt vor dem starken Wind, den hohen Wellen und vor allem vor den großen Namen im Feld. Mit jeder Minute auf dem Wasser stieg mein Selbstvertrauen. Auch wenn die Ergebnisse der folgenden Finalserie ein anderes Bild vermuten lassen, so war dennoch meine Souveränität signifikant gestiegen. 

Akzeptieren muss ich jedoch die Tatsache, dass schlussendlich nur das Ergebnis zählt und ich, trotz vieler Lichtblicke, die Großzahl der letzten Rennen nicht so abschließen konnte, wie ich es gern getan hätte. Folglich lud ich gestern mein Schiff mit gemischten Gefühlen auf. Doch nachdem die frischen Emotionen langsam verebbten, kristallisierte sich Positives heraus.

Meine Selbstsicherheit hatte sich vervielfacht und meine technischen Fertigkeiten sprunghaft entwickelt. Ich wurde zweitbester Deutscher und erarbeitete mir damit einen kleinen Vorentscheid in der Qualifikation für das Olympia Testevent 2018 in Japan."

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