Nominierte für den Tiefenbacherpreis stehen fest

Mit dem Tiefenbacher-Preis krönt der Norddeutsche Regatta Verein eine herausragende Leistung im Hochseesegelsport seiner Mitglieder. Als Höhepunkt des Neujahrsempfangs, zu dem ausschließlich Olympia-Medaillengewinner, Welt-, Europa- und Deutsche Meister geehrt werden - es ist jedes Jahr wieder eine beeindruckende Zahl von geehrten NRV Mitgliedern in den qualitativ anspruchsvollsten Klassen und Wettbewerben - wird der von Familie Tiefenbacher gestiftet Preis an Personen, Teams und Projekte vergeben, die sich im Blauwassersegeln Besonderes geleistet haben.

Offshore Vorstand Prof. Walter Gross-Fengels (r.) und der letztjährige Sieger Arnt Bruhns, der für seine herausragende Leistung bei der Route du Rhum geehrt wurde, bei der Übergabe des Tiefenbacherpreises 2019; © Sven Jürgensen

Zu den geehrten der letzten Jahre zählen Berthold und Tobias Brinkmann (Gewinner der Family-Trophy des RORC Transatlantic Race 2017), die Haspa HAMBURG oder das Team ISKAREEN (Cape2Rio 2016). Der Offshore-Ausschuss um Prof. Walter Gross-Fengels tat sich mit der Nominierung für 2019 leicht, umso schwerer hingegen war die Auswahl des Gewinners. Die Nominierten heißen:

1. Arndt und Sönke Bruhns (Bruhns-Brothers) mit dem Team ISKAREEN (aktuell CLASS40) das unter anderem herausragend beim Fastnet Race - wohlgemerkt mit dem zweitjüngsten Segler der 250 Yachten starken Flotte, Reemt Bruhns- und der zweihand Teilnahme beim Transat Jaques Vabre teilnahm.
2. Boris Hermann (MALIZIA -Yacht Club de Monaco), der Profisegler hat mit seinem Team die Klimaaktivistin (Segelnovizin) Greta Thunberg ohne den Verbauch von fossilen Brennstoffen zum UN-Kongress über den Atlantik segelte und einen respektablen 12. Platz in der double-handed Division der IMOCA60 Class ebenfalls an der Transat Jaques Vabre teilnahm.
3. Team LunatiX (XP50) um Freddy Böhnert, die eine Welttournee auf eigenem Kiel mit erfolgreichen Regatta-Etappen und zahlreichen Abenteuern bewältigte. Als herausragendstes Ergebnis sticht die Teilnahme beim legendären ROLEX Sydney-Hobart Race heraus, welches das Team als bestes Amateur-Team (ohne Profisegler) in der Corinthian Wertung gewann!

Nach langer Debatte, in der es sich der Ausschuss nicht einfach gemacht hat kurz vor Torschluss am Abend des 12.12.2019 der Sieger in einer sehr engen Entscheidung fest. Der Gewinner wird kurzfristig informiert, alle anderen Mitglieder werden sich bis zum Neujahrsempfang am 12.01. gedulden müssen. „Es war ein hartes Ringen, denn die Leistungen der nominierten Teams waren alle seglerisch und auf anderen Ebenden sehr beeindruckend. Nach tausenden von Seemeilen, Entbehrungen und prägenden Erlebnissen auf dem Wasser war es unsere Aufgabe am runden Tisch im warmen Vorstandszimmer die Leistungen anhand der Zahlen, Bilder und Videos (vielen Dank an die Bruhns Brüder für die kurzweiligen Video-Schnipsel direkt von Bord) zu bewerten -das ist eigentlich unmöglich. Letztlich sind alle Teams würdige Gewinner, und wir haben aus Perspektive des NRV eine der Mannschaften identifiziert, die zum Neujahrsempfang mit dem Tiefenbacher-Preis 2019 ausgezeichnet wird.“, freut sich Gross-Fengels nach der Sitzung.

Weitere Themen und Ergebnisse des Offshore-Ausschuss Treffens am 12.12.2019 können Sie dem Protokoll im geschlossenen Bereich der Website dem entnehmen.