Miami Olympic Classes Regatta 2007

Gelungener Start ins neue Jahr

Bestens startete unser NRV Olympic Team ins Jahr 2007. Alle Mannschaften waren bei den Miami Olympic Classes am Start. Drei Mannschaften davon schafften durch hervorragende Ergebnisse in den vorangegangenen Wettfahrten den Sprung in die Medal-Races.

Romy Kinzl, Surfbrett RS:X und das Starbootteam Robert Stanjek / Frithjof Kleen belegten mit Rang fünf die besten Ergebnisse. Roland Gäbler / Gunnar Struckmann erreichten bei den Tornados Platz neun.

 

Bericht von Robert Stanjek / Frithjof Kleen - Starboot

Während Torben Grael, Andrew Horton und Mark Mendelblatt in Valencia schwerste Denkarbeit leisteten und Robert Scheidt noch einmal für seinen letzten Auftritt im Laser trainierte, um sein Land bei den Pan Amerikanischen Spielen zu repräsentieren, traf sich die gesamte Starbootelite in einem 64 Schiffe starken Feld vor Miami.
Es ist die größte Regatta der USA. Die OCR sprengte mit 850 Teilnehmern aus 48 Nationen dieses Jahr alle bisherigen Auftritte. Auch der Deutsche Seglerverband brachte 42 Athleten über den Teich und war in allen Bootsklassen vertreten.
Die Wettkämpfe wurden im neuen ISAF Format ausgetragen. Für die Starbootklasse eigentlich nicht üblich, wurde auch das hiesige Feld in zwei Gruppen geteilt, in diesen bis einschließlich Mittwoch die Qualifikation zu den Finalläufen für Donnerstag und Freitag, ausgesegelt. Die besten zehn Schiffe segelten am Samstag im Medal Race um die Siege.
Miami ist bekannt für sein interessantes Wetter. So waren auch dieses Jahr die Windverhältnisse klassisch schwer zu lesen und einzuschätzen. Die flache warme Bucht mit ihren drehenden Winden, neben an den offenen Atlantik in anderen Temperaturen nur durch eine schmale Landzunge abgegrenzt, eine Schlechtwetterfront mit starken Winden am Donnerstag und Lufttemperaturschwankungen von 15 bis 30°C. Wenn man zurückblickt auf diese Woche hatten wir fast alle denkbaren Windbedingungen.
Wir qualifizierten uns mit einer sehr konstante Serie für das Medal Race der besten zehn Teams. Im Finale gelang uns ein sensationeller 3. Platz, der uns im Endresultat auf Rang 5 brachte, vor den zweifachen Starbootweltmeister Xavier Rohard aus Frankreich. Unser neuer Trainers Tytus Kurnacevski (POL) war sehr zufrieden. „ Es war ein langer Block.11 Tage in Folge verbrachten wir auf dem Wasser. Beide Teams hielten eine stabile Form und die Konzentration bis in den letzten Wettkampftag. Der 5. Platz ist super Ergebnis!“
Frithjof und ich fliegen im Februar für ein 14tägiges Training nach Sao Paulo, um mit Robert Scheidt ein neues Starbootmodel zu testen. Im Anschluss geht es weiter nach Miami, wo wir beim Barcadi Cup unsere Form bestätigen wollen.

Tobias Schadewaldt / Laser

Platz 21 – ein nicht ganz geglückter, aber dafür lehrreicher Einstieg in die neue Saison bei der  2007 Rolex Miami Olympic Classes Regatta.

Die Laserklasse war mit 108 Startern die Stärkste unter den neun olympischen Bootsklassen. Mit dabei waren auch die gesamten Top 10 der Weltrangliste. Ein gutes Zeichen dafür, dass im Vorolympischenjahr jeder, der sich eine Chance ausrechnet, noch einmal eine Scheibe drauflegt.
Das bekam ich auch in allen Wettfahrten sofort am Start zu spüren. Jeder wollte es unbedingt wissen, die an der kurzen Linie aufgereihten Laser lagen dicht an dicht. Nicht mehr wie noch im Training auf Martinique, wo jeder genug Platz hatte, um Fahrt auf zu nehmen.
Von den 12 Rennen habe ich gleich acht Starts verhauen und mir damit jegliche Chancen auf das Medal Race verbaut.
Aus der Regatta kann ich allerdings auch viel Positives mitnehmen. In den vergangenen sechs Wochen hatte ich besonders an Geschwindigkeit und körperlicher Fitness gearbeitet. Auf dem Racecourse in Miami brauchte ich mich in dieser Hinsicht auch vor niemandem zu verstecken.
Deswegen besteht jetzt auch kein Grund zu Sorge, bis zum Saisonhöhepunkt in Cascais sind es noch fünf Monate, und damit genug Zeit um Wettkampfpraxis zu sammeln und an der Starttechnik zu feilen.
Gewonnen hat der Portugiese Gustavo Lima vor den beiden Australiern Tom Slingsby und Michael Blackburn. Alle drei waren auch in den Wintermonaten Regatten gesegelt, wir werden ja sehen, wem im Sommer die Puste ausgeht.