„Kalte Kanne“ bricht Teilnehmerrekord

Hamburg, 23. November 2010: Mit einem Rekordteilnehmerfeld von insgesamt 52 Ü-30-Segler/innen bei der Opti-Spaßregatta „Kalte Kanne“ ließ der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) am vergangenen Sonnabend die diesjährige Segelsaison ausklingen. NRV-Jugendtrainerin Nicola Parlow ist Schnellste.

Das Ü-30-Opti-Feld in der Flaute (by: Wolle Weber)

Gewinnerin Nicola Parlow feiert nach dem Zieleinlauf (by: Peter Kähl)

Erfinderisch: Teilnehmer zeigten mannigfaltige Strategien um sich bei den Leichtwindbedingungen möglichst wenig bewegen zu müssen (by: Peter Kähl)

„Zum ersten Mal nach der Neuauflage der „Kalten Kanne“ knacken wir die magische Grenze von 50 Teilnehmern und schaffen damit einen krönenden Abschluss für die erfolgreichste Regattasaison des NRV“, freute sich NRV-Wettfahrtleiter Hans-Herbert Hoffmann über die Teilnehmer-Premiere bei der Opti-Spaßregatta, zu der ausschließlich Segler/innen über 30 Jahre in die 2,31 Meter lange Kinderjolle steigen. Schon während des ausgiebigen Frühstücks mit Rührei, Lachs und Weißwürsten (gespendet von NRV-Mitglied Christoph Blume und Uli Wachholz) zeigten sich verschiedene Strategien, um sich auf die Leichtwindbedingungen einzustellen. Doch alles Taktieren mit vollem oder leerem Magen half nichts, denn am Ende hält nur einer die Siegertrophäe in den Händen: NRV-Jugendtrainerin Nicola Parlow setzte sich gegen die weitestgehend männliche Konkurrenz durch und gewann – nach zwei zweiten Plätzen in den Jahren 2008 und 2009 – die „Kalte Kanne“. „Mein ärgster Konkurrent schien mir Niklas Ganssauge zu sein – der disqualifizierte sich allerdings durch einen Frühstart“, erklärte die Gewinnerin glücklich. Dicht dahinter belegten Stephan Szczepaniak (MSC) und Uwe Angerer (ESV) die Plätze zwei und drei.

Bei der Optiregatta „Kalte Kanne“ ist alles genau umgedreht: So unterstützten zehn NRV-Kids die Wettfahrtleitung, während es sich ihre Eltern in den Optis „gemütlich“ machten. Wie am Rand eines Bambini-Fußballspiels hatten die rund 20 schaulustigen Fans am Steg gut reden: „Heute sind mannigfaltige Strategien zu beobachten“, scherzte NRVer Carl Friedrich Schott. „Die beste Taktik an diesem Tag: Ruhe bewahren und unter keinen Umständen hektische Bewegungen machen“. Damit spielte er auf die schwachen Windverhältnisse (um drei Knoten aus südlicher Richtung) an, die mit Glück einen Start gegen 12.00 Uhr vom Steg aus zu ließen. Der Wettfahrtleiter blieb streng und ermahnte die Zuschauer: „Kein Coaching von Land bitte“. Die Suche nach den erfolgsversprechenden Böen erinnerte ein wenig an Topfschlagen. NRV-Jugendtrainerin Nicola Parlow behielt in diesem „Spiel“ die Nerven. Gleich zwei Wanderpokale, den Baby-Preis für den jüngsten Teilnehmer und die Goldene Schwimmweste für die erste Kenterung, erhielt NRV-Optitrainer Manuel Weiland (PSV). Die beiden Preise für die ältesten Teilnehmer (eine Pfeife als Opa-Preis, eine Wärmflasche als Oma-Preis) gingen an Dr. Fritz Barich (NRV)  und an Cornelia Zachariassen (NRV). Die „Lange Latte“ als bester Teilnehmer über 1,90 Meter erhielt Frank Parlow (NRV) und die „Rote Laterne“ für die letzte Zieleinfahrt ging an Daniel Paysen (HSC). Nicola Parlow, Dr. Sebastian Ropohl und Oliver Baltes gewannen mit vereinten Kräften den Club-Preis für den NRV.

„Vielen Dank, dass ihr zu diesem Rekord beigetragen habt – ich war ja leider beim Start zu schnell“, bedankte sich NRV-Vorstand Dr. Niklas Ganssauge bei allen Teilnehmern vor der Siegerehrung und Hans-Herbert Hoffmann fügte hinzu: „Ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr mindestens genauso viele Segler begrüßen dürfen – wenn nicht sogar ein paar mehr!“

Die komplette Ergebnisliste finden Sie hier und Bilder der 28. "Kalten Kanne" von Peter Kähl und Wolle Weber finden Sie hier.