ISAF Worldcup geht in die erste Runde

Palma de Mallorca, 30. März 2010: Nach sechs Rennen hat sich das NRV 49er Team Schadewaldt / Baumann bei der „Trofeo S.A.R Princess Sofia MAPFRE“ auf Mallorca unter die ersten Zehn gekämpft und ist damit in einer guten Ausgangslage, um sich für das Goldfleet am Freitag zu qualifizieren. Die nächsten Deutschen Teams liegen derzeit auf Rang 16 und 29. Steuermann Tobias Schadewaldt berichtet über die Highlights.

„Mit 68 startenden 49er Teams ist der erste Weltcup des Jahres in Europa wieder ein richtiger Härtetest. Die ersten beiden Regattatage waren von schwachen Winden aus südlicher Richtung geprägt. Ein guter Start und eine feinfühlige Bootsarbeit waren zwingende Voraussetzungen, um sich in der starken Konkurrenz zu behaupten. Nervliche Anspannung und ein vielleicht etwas zu festes Händchen an der Pinne, konnten das Boot dagegen schnell zum erliegen bringen.

Im ersten Rennen lagen wir in aussichtsreicher Position, als ein Presseboot mit hoher Geschwindigkeit am Rande des Feldes vorbeifuhr. Wir entschieden uns eine Wende zu fahren, um die Heckwelle möglichst absurfen zu können. Leider verschätzten wir uns. Wir kamen nicht auf die Welle und wurden eher abgebremst. Ein folgenschwerer Fehler, der uns in die Mitte des Feldes zurückwarf.

In den nächsten Rennen vermieden wir solche Experimente, konzentrierten uns stärker auf die Bootsgeschwindigkeit und fuhren im Wesentlichen den gleichen Kurs wie der Hauptteil des Feldes. Dabei waren wir besonders direkt nach dem Start sehr schnell und platzierten uns damit in der Spitzengruppe. Vier der nächsten fünf Rennen beendeten wir unter den Top fünf.

Unser sportliches Highlight: In einem Rennen frischte der Wind sogar noch ein bisschen auf, sodass wir in den Bereich kamen, für den der 49er gebaut wurde, man spricht auch vom „Design Wind“. Hannes und ich konnten jetzt so richtig aufs Gaspedal treten, wir seilten uns im Trapez waagerecht ab und brachten das Schiff auf volle Geschwindigkeit (etwa 12 Knoten auf der Kreuz). Diese Bedingungen waren schon oft unsere Stärke und so konnten wir auch in diesem Rennen direkt nach dem Start die Führung übernehmen. An der ersten Tonne waren es dann schon gute 100 Meter, die wir bis ins Ziel weiter ausbauten. Das war unser Highlight der Regatta bisher und ein tolles Gefühl.

Heute, am dritten Tag der Regatta, weht der Wind mit sieben Windstärken auflandig in die Bucht von Palma und erzeugt sehr hohe Wellen. Regattasegeln ist im Moment nicht möglich und alle Klassen bleiben mit Startbereitschaft an Land.

Wenn heute nicht mehr gesegelt wird, geht es morgen in der Goldgruppe weiter. Dann stehen noch weitere sechs Rennen auf dem Programm, bevor am Freitag das Finale der besten Zehn gestartet wird. Wir werden weiter alles geben, um uns dafür zu qualifizieren“.

Mit den besten Grüßen
Tobias Schadewaldt