Gwendal Lamay gewinnt YES-Regatta

Nach zwei Jahren Flaute über Pfingsten zeigte sich Kiel-Schilksee bei den Young Europeans Sailing (YES) in diesem Jahr von seiner guten Seite. Zwei Tage Sonnenschein und ein bedeckter Tag sorgten für viele Besucher im Olympia-Zentrum und drehender Wind um zwei bis drei Beaufort für gute und anspruchsvolle Segel-Bedingungen.

Gwendal Lamay und Luke Willim (NRV/Kiel) gewannen die YES-Regatten im 29er; Foto: www.segel-bilder.de


Auf der Gemeinschaftsveranstaltung von KYC und NRV gab es wieder gewohnt solide Wettfahrtleitung der NRV Teams: Das Team Claudia Langenhan / Andy Schorr betreute die Bootsklassen 505er und 470er. Die 29er segelten unter der Leitung von Team Stephan Uden / Andy Knospe.

Auf dem Wasser wetteiferten rund 600 Nachwuchsseglerinnen und -segler aus sieben Nationen um die Podiumsplätze in neun Klassen (zehn Disziplinen). Fünf Crews aus der deutschen Nationalmannschaft, sechs aus der Jugend- und vier aus der Jüngsten-Nationalmannschaft sowie der dreifache Kieler-Woche-Sieger im Laser Standard, Philipp Buhl (Sonthofen), unterstrichen mit ihrer Teilnahme die Bedeutung der YES. 

Schon am Sonntagabend standen vier bis sieben Wettfahrten zu Buche, so dass die Wertung für eine reguläre Young-Europeans-Sailing-Regatta bereits vor dem Abschlusstag vorlag. 


29er 
Mit über 50 Skiffs war die 29er-Flotte bei der YES gewohnt stark vertreten. In dieser Klasse ist Kiel seit Jahren die deutsche Hochburg. Großes Talent und eine große Zukunft hat Umsteiger und NRV Youth Team Mitglied Gwendal Lamay mit seinem Vorschoter Luke Willim (NRV/KYC). In diesem Jahr saßen die zwei Vorjahressieger zusammen, die im Vorjahr in verschiedenen Bootsklassen angetreten waren. Lamay steuerte im letzten Jahr noch seinen 420er auf Platz eins. Jetzt griff der gebürtige Schweizer und jetziges Mitglied der deutschen Jugend-Nationalmannschaft mit seinem Vorschoter Willim auf dem Skiff an. Willim gewann 2014 die YES im Skiff als Vorschoter von Jacob Clasen. Mit vier ersten Plätzen und einer konstanten Serie verwiesen Lamay/Willim die Konkurrenz auf die Plätze.


Laser Standard 
Im olympischen Laser Standard demonstrierte der ehemalige Europameister und WM-Dritte aus dem Jahr 2013, Philipp Buhl (Sonthofen), dass er eine Klasse für sich ist. Die deutsche Olympia-Hoffnung für Rio de Janeiro (Brasilien) war trotz leichter Winde  nicht einzuholen, hatte den Sieg schon vor der letzten Wettfahrt sicher und strich am Ende einen ersten Platz. Bester NRVer im 36 Boote starken Laser-Feld wurde Hannes Holländer (7. Platz), dicht gefolgt von Leah Noel Gonseth (8.), Eric Malch (10.) und Leon Passlack (13.).


Laser Radial Männer
70 Boote starteten im Laser Radial-Wettbewerb der Männer. Leonhard Hanisch und Philipp Roitsch konnten mit Platz 7 und 8 gleich zwei Top-10-Platzierungen für den NRV sichern. Nikolas Claussen belegte Rang 11, Tim Parlow Rang 13.


Laser Radial Frauen
In der olympischen Frauen-Einhandklasse Laser Radial mit 34 Teilnehmern starteten Valerie Malach (8. Platz), Carlota Crüsemann (22.) und Jola Schönebeck (33.) für den NRV.


470er
Aufgrund der übersichtlichen Meldezahl  (19 Boote) wurde die Internationale Deutsche Juniorenmeisterschaft (U22/Jahrgang 1993) und die YES-Wertung  der olympischen 470er-Klasse zusammengelegt. Fabienne Oster (NRV) und Alexandra Lauber (Bodensee-Yacht-Club Überlingen) wurden Sechste.


Europe
In der Einhandklasse Europe fiel zusätzlich zur YES-Wertung die Entscheidung darüber, wer für Deutschland an der Weltmeisterschaft im norwegischen Arendal (18. bis 25. Juli) teilnehmen darf. Maurice Oster konnte sich mit Platz 6 von 45 Teilnehmern in Kiel eine Wildcard für die WM sichern.

 

Quelle: Pressemitteilung Hermann Hell