Frühjahrs-Verbandsregatta im Schnee

Die Alsterspezialisten mussten, wie Flottenkapitän Torsten Imbeck bei der Siegerehrung treffend bemerkte, diesmal die Segel streichen. Mit einer beeindruckenden Serie von 2/1/1/1/1/1/1/3/(4)/2/(15)/1 beendeten Michael "Schmiddl" Schmidt (RVE), Mario Wagner (ROYC) und Dr. Malte Philipp (NRV) als Sieger die erste Regattaserie 2016 im Norddeutschen Regatta Verein. Die "Virginia Zuckerdose" für die Mannschaft mit den meisten Schnellstarts, d.h. "Erster am Luv-Gate der ersten Kreuz", ersegelten sich mit vier Erfolgen Dr. Philip Dohse mit Ehefrau Nicola und Volker Kramer-Liebau (alle NRV). Herzlichen Glückwunsch!


Der erste Tag des zweiten Teils der Frühjahrs-Verbandsregatten verlief sehr verheißungsvoll. Guter Wind aus Nord versprach, wie vorhergesagt, einen seglerisch guten Tag. Doch kaum war der Startschuss gefallen und das Feld auf der ersten Kreuz, begann der Wind sehr stark zu drehen und erforderte von den Mannschaften wieder viel Fingerspitzengefühl, um den richtigen und schnellsten Kurs zu den Bahnmarken und ins Ziel zu finden. Das erforderte für die letzte Kreuz sogar eine Bahnmarkenverlegung auf West.

Am besten kamen am Samstag Hans-Werner Zachariassen, Dr. Annette und Peter Eckhardt (alle NRV) zurecht, die dreimal als Tagessieger die Ziellinie passierten. Den vierten Tagessieg holten sich Benjamin Morgen, Dr. Karl Morgen und Nicolas Rädecke (alle NRV). Viel Arbeit kam dann allerdings auch noch auf das Schiedsgericht zu. Durch Kollisionen auf dem Vorwindkurs kurz vor dem Lee-Gate gingen zwei Masten zu Bruch und im Start zur dritten Wettfahrt waren einige Segler nicht mit den Regeln vertraut, was zu zahlreichen Protesten führte. Bis 21.30 Uhr wurde verhandelt.

Am Sonntag erwartete uns die Alster zu den letzten Wettfahrten kalt, mit Graupel- und Schneeschauern und gutem Wind aus West. Alles verlief eigentlich zur Zufriedenheit auf einen guten Abschluss der Serie. Doch leider trog die Hoffnung, zur letzten Runde der insgesamt 12. Wettfahrt überzog eine schwarze Wolkenwand mit heftigem Schneefall die Alster - man konnte kaum das Westufer erkennen. Als das letzte Drittel der Boote sich in Richtung Ziel bewegte, öffnete sich die Wolkendecke und die Alster strahlte im hellen Sonnenlicht, aber auch der Wind war im selben Augenblick eingeschlafen. Weitere Wettfahrten waren nicht mehr möglich und die Serie war damit beendet.

Nach einem spannenden Zweikampf über die gesamten drei Runden hatten "Schmiddl" Schmidt und sein Team das bessere Ende für sich. In der Gesamtwertung folgten Benjamin Morgen mit Vater Karl und Nicolas Rädecke (alle NRV) auf Platz zwei. Den dritten Rang belegten Hans-Werner Zachariassen, Dr. Annette und Peter Eckhardt (alle NRV).