Erfolg in Königsklasse IMS 1

Hanseatic Lloyd erneut Ranglistenerster in 2006

Einen versöhnenden Jahresabschluss erlebte die  NRV-Crew um Christian Plump. Mit einem deutlichen Vorsprung in der IMS 1 Klasse nimmt die Yacht wie auch im Vorjahr den ersten Platz in der Deutschen Rangliste der Hochseeyachten ein. „Damit haben wir unser Ziel für 2006 erreicht“, freut sich Christian Plump. „Auch wenn wir so manche Höhen und Tiefen in dieser Saison durchleben mussten blicken wir am Ende auf ein Resultat zurück, dass die kontinuierliche gute Leistung des  HLL-Teams zeigt.“

So manche Hürden hatte die Crew in diesem Jahr zu meistern. Zunächst ein neues Schiff, eine mittlerweile drei Jahre alte IMS-Konstruktion aus dem Mittelmeer, das sich in nordischen Gefilden zunächst einmal beweisen musste. Dann die Trennung vom langjährigen Taktiker Albert Schweizer und zuletzt eine neue Segelgarderobe, die erst im letzten Moment zur Weltmeisterschaft eintraf und noch lange nicht perfekt ist. „Am Ende haben wir so ziemlich an jeder Stellschraube gedreht bis wir zur Deutschen Meisterschaft ein einigermaßen konkurrenzfähiges Gesamtkonzept aufstellen konnten“, verrät Christian Plump, der sein Schiff nicht von einem erfahrenen Segelprofi steuern lässt, sondern selbst das Rad in die Hand nimmt.

„Ein spannendes Jahr mit gutem Finale“, beschreibt der erfolgsverwöhnte Christian Plump, Eigner und Steuermann der „Hanseatic Lloyd“, das Ergebnis der zurückliegenden Saison. Nach schwachem Start und extrem leichten Winden zur Maior Regatta konnte seine Crew bei mittleren bis starken Winden zur Flensburger Frühjahrswoche und der Nordseewoche vor Helgoland als bestes IMS-Schiff hervorgehen.

„Bei der WM, die zur Rolex Baltic Week stattfand hatten wir schwer zu kämpfen und kamen mit den miserablen Windbedingungen nicht zurecht“, resümiert Christian Plump. Aus deutscher Sicht erkämpfte sich die „Hanseatic Lloyd“ zwar am Ende den zweiten Platz hinter der IMX40 „Moonshine“, doch für einen Podiumsplatz reichte es nicht aus. Zur abschließenden Deutschen Meisterschaft ging das Team nach acht Up- and Down Wettfahrten sogar mit einem deutlichen Punktevorsprung vor der Transit Express aus Kappeln an den Start zur Langstrecke und verlor trotz gut gesegeltem Rennen die Meisterschaft buchstäblich auf den letzten Metern. Das Glück verließ die Crew der HLL als die Flotte der kleineren Schiffe im Morgengrauen mit mehr Wind von hinten aufkam und der HLL so den Titel streitig machte.

Im kommenden Jahr will der Bremer Kaufmann erneut angreifen und das Boot besonders für den Schwachwindbereich weiter optimieren. „Die Frühjahrsregatten sind dann wieder so etwas wie das Stelldichein der Hochseesegler. Niemand weiß genau im Voraus wie sich die neuen Konstruktionen oder Boots-Modifikationen bei den unterschiedlichen Bedingungen auf dem Wasser verhalten“, weiß Christian Plump, der in den Winterarbeiten so manche Schwachstelle am Boot beseitigen will. Ob sich die Arbeiten lohnen wird sich erst gegen Ende der Saison 2007 zeigen. Dann heißt es erst wieder: Wer hat nicht nur die besten sondern auch die konstantesten vordersten Ergebnisse in der Deutschen RVS-Rangliste erzielt. Es wird also wieder spannend.

Leif Tom Loose