Entweder - oder - Spanien mag es temperamentvoll

Das 470er Duo Helena und Luise Wanser und NRV Olympic Team Mitglieder nahmen im Dezember 2017 am Palamos Christmas Race an der Costa Brava in Spanien teil und berichten von ihrem vorweihnachtlichen Erfolg:

"Seit Jahren arbeiten wir an unserer „Starkwind-Perfomance“: Segeln bei viel Wind. Es sollte Zeit werden, sich dieser Schwäche zu stellen.

Kurz vor Weihnachten findet immer noch das Palamos Christmas Race vom 17.12-22.12. statt. Es ist eine gut besetzte große Regatta mit vielen verschiedenen Bootsklassen.

Noch nie zuvor waren wir in Palamos. Uns wurde immer berichtet, dass man dort im Winter entweder in der Flaute rumtreibt oder vom Wind weggeweht wird.

Wir wollten uns unserer Schwäche endlich stellen und machten uns Anfang Dezember auf den Weg nach Palamos an der Costa Brava in Spanien mit dem großen Wunsch nach viel Wind.

Als wir ankamen stellte sich allerdings heraus, dass Rasmus es zu gut mit uns meinte. Angenehme Temperaturen, viel Sonne, doch leider nur wenig Wind. Wir nutzen die Trainingstage, um die besonderen Eigenschaften des Reviers kennenzulernen.

Dann der 1.Tag der Regatta: grauer Himmel und kein Wind. Genau so hatten wir uns das nicht erhofft. Nach einem ganzen Tag an Land mit Startverschiebung sollten wir erst am nächsten Tag eine neue Chance bekommen.

2.Tag: Neues Spiel, neues Glück. Doch als wir in den Hafen kamen, sah alles genau so aus, wie am Vortag. Nach Stunden ungeduldigem Warten, riss der Himmel auf und die Sonne brachte den Wind. Endlich! Von da an verbesserten wir unser Können von Wettfahrt zu Wettfahrt. Wir erlebten eine Wettfahrt, wie wir sie noch nie zu vor gesegelt waren. So viel Wind und eine so große Welle. Doch es machte so sehr Spaß zu sehen, wie wir immer besser wurden. Rasmus hatte erkannt, dass wir das Wetter so am liebsten mochten und schickte uns jeden Tag etwas mehr Wind.

Nach dem vierten Tag, hatten wir uns mit dem 4. Platz für das Medal Race qualifiziert. Somit war unser Ziel klar. Wir wollen diese Regatta mit einem Podiumsplatz beenden, um somit aus unserer Schwäche eine Stärke zu machen.

Für das entscheidende Medal Race mussten wir zunächst wieder wegen zu wenig Wind an Land warten. Als der Wind kam, wurden andere Bootsklassen auf das Wasser gelassen. Jedoch kehrten diese zu unserem Erstaunen schnell wieder zurück, weil der Wind zu stark wurde. Unser Medal Race sollte trotzdem stattfinden. Es ging raus aufs Wasser. Der Wind war sehr stark, ablandig, drehend und böig. Es wartete eine nicht ganz leichten Aufgabe auf uns.

Nach einem guten Start meisterten wir das entscheidende Rennen besser als unsere direkten Konkurrentinnen. So konnten wir die Regatta mit einem 3. Platz beenden.

Nun ruht unser Boot „Roxane“ im wohlverdienten Winterschlaf, bis wir es in 3 Wochen wieder wecken und nach Hyeres fahren, um dort zu trainieren. Unsere Olympic Team Mitglieder Gwendal Lamay und Luke Willim beendeten die Regatta als ihre erste internationale Regatta im 49er mit einem 8. Platz."