Doppelter sechster Platz für deutsche Segler in Rio

Die vorerst letzten Paralympischen Spiele mit Segelwettbewerben beenden die deutschen Nationalmannschaftssegler leider ohne Medaille. Sowohl das Sonar-Team mit Lasse Klötzing, Jens Kroker und Siegmund Mainka, als auch Heiko Kröger in der 2.4mR-Klasse belegt jeweils Platz sechs.

Foto: Richard Langdon/Ocean Images

Bei den Paralympics in Rio wollten sich die Segler mit Edelmetall verabschieden, bevor Segeln als die inklusivste Sportart überhaupt für Tokio 2020 aus dem paralympischen Programm genommen wird. Nach sechs Wettkampftagen bei anspruchsvollen Bedingungen springen für die Segel-Nationalmannschaft am Ende zwei sechste Plätze heraus.

Heiko Kröger (Norddeutscher Regatta Verein) beendet seine paralympische Karriere in Rio ohne eine Medaille. „Ich habe heute nochmal alles gegeben, aber es war einfach nicht meine Woche. Dass am Ende ich, der auf die Missstände in der Guanabara-Bucht hingewiesen hat, jetzt wegen einer Plastiktüte die angepeilte Medaille verpasse, ist eine bittere Pille, die ich schlucken muss“, erklärt der 50-Jährige. „Der sechste Platz ist okay, aber meinen Anspruch, meine dritte paralympische Medaille zu gewinnen, habe ich verfehlt.“

Lasse Klötzing (Potsdamer Yacht Club), Jens Kroker (Norddeutscher Regatta Verein/Yachtclub Berlin-Grünau/1. Wassersportverein Lausitzer Seenland) und Siegmund Mainka (1. Wassersportverein Lausitzer Seenland/Yachtclub Berlin-Grünau) wollten am Finaltag ein letztes Mal angreifen und im Idealfall noch eine Medaille gewinnen. Nach elf Rennen steht für das deutsche Trio der Sonar-Klasse ebenfalls Rang sechs. „Wir haben heute noch einmal alles gegeben und entsprechend unserer Möglichkeiten abgeliefert. Natürlich wäre eine Medaille schön gewesen, dafür hätten wir weniger Fehler machen müssen. Wir sind alles in allem zufrieden mit dem Ergebnis, gerade wenn man bedenkt, dass wir erst seit vier Monaten zusammen segeln“, zieht Steuermann Lasse Klötzing abschließend ein positives Resümee.

Zum Gesamtergebnis geht’s hier.


Quelle: Pressemitteilung Sailing Team Germany