Bericht vom Trainingslager der Laser in Hyeres, März 2005

Am Freitag, den 11.03. hieß es für das NRV YOUTH (Felix, Oskar und Lars) und OLYMPIC (Thomas, Basti, Stefan und Tobi) TEAM der Laser, aber auch für Opties und 420er wieder: Auf nach Südfrankreich, um dort 2 Wochen in Hyeres zu trainieren.

Die über den Winter in Kraftraum geschundenen Körper warteten schon von Beginn der Reise an auf das vielseitige aber fast immer gute Wetter unserer gebuchten Trainingsbase.

Wie gesagt Freitag, am besten direkt nach der Schule ging es los. Die Taschen voll gepackt, ausgestattet mit Musik, die für das nächste Jahrzehnt reichen würde, guter Laune und dem treuen Gefährt konnte uns zeitweiliger Schneeregen bremsen, jedoch nicht aufhalten. Im großen und ganzen verlief die Fahrt wie immer, so dass wir am späten Morgen das Mittelmeer erblickten. Etwas später dann wurden wir von den anderen, die ebenso wie wir gut angekommen waren freudig im Hafen begrüßt.

Als die Boote abgeladen waren, wurde erst mal gebastelt, denn ein Großteil der Laserjungs war mit neuen Booten angereist, die sie hoffentlich erfolgreich durch die Saison bringen werden. An dieser Stelle noch einen Dank an den NRV der Stefan und Oskar jeweils ein neues Clubboot zur Verfügung stellt.

Die Skipper, die von ihren Booten entbehrt werden konnten, kamen mit zum Großeinkauf. Die Kassiererin nach den 3 vollen Einkaufswagen sichtlich geschafft, lächelte dennoch als Klaus zu ihr sagte: „a demain!“

Spätestens am nächsten Morgen war klar, wir sind im Trainingslager...

...mit allem was dazu gehört!

Um 8.00 standen wir mit versammelter Mannschaft vor den Apartments, darauf wartend endlich mit dem Frühsport beginnen zu dürfen – aber immerhin, die Sonne schien und Wolken waren eine echte Rarität. Sogar  Wind war schon. Dies alles versprach einen guten Segeltag, den wir mit 5 Stunden effektiver Trainingszeit für uns verbuchen konnten.

Die größte Konstanz legte der Frühsport an den Tag, Punkt 8.00 ging es Tag für Tag zu jenem Platz an dem wir unsere müden Körper dehnten.

Mit Segeln war es etwas schwieriger, denn der Wind nahm die nächsten Tage ab und so war nicht klar, wann wir mit Thermik rausfahren konnten, doch 5 Stunden segeln wurden es dann doch fast immer.

Das Trainingslager war geprägt von Leichtwindsegeln und täglichen, meist bis in die Nacht dauernden Doppelkopfpartien, denen sich kaum jemand entziehen konnte.

Nachdem wir einige Tage in unserer Trainingsgruppe „Anpasser“ und Rennen gefahren waren und eine Einheit im Fitnessstudio absolviert hatten, reiste das französische Nationalteam, welches extra wegen uns ein kurzfristiges Training in Hyeres angesetzt hat, an.

Vormittags stand dann Speed-Training auf dem Programm, Nachmittags waren wir mit den Frenschies zum Kräftemessen auf der Regattabahn verabredet.

Die Ergebnisse des Tages präsentierte uns Klaus abends zu Beginn der Nachbesprechung, eine seiner neuerworbenen Fähigkeiten die er wohl aus Brasilien mitgebracht haben muss. Auch sonst war das Training nicht wie bisher. Bald wurde klar, dass wir auf einen Lay-Day nicht zu hoffen brauchten. Obwohl das ganze Team für diesen freien Tag plädierte, wurde es von der klar überlegenen diktatorischen Mehrheit des Trainers abgelehnt. Denn einer ist erst richtig gut, wenn Zitat: man an seine Leistungsgrenze kommt und gerade nicht krank wird. Ich für meinen Teil schreibe diesen bericht mit leichtem Kratzen im Hals.

Oskar, Felix und ich reisten schon am Donnerstag Morgen ab - das Training ging eigentlich bis Freitag einschließlich. Doch nach 2 Wochen, die Lust am Segeln noch nicht verloren, folgten wir dem Ruf des Luganer Sees, auf dem über das verlängerte Osterwochenende ein Europa Cup statt fand.

Für die letzten 2 Tage die unser Trio in Hyeres verbrachte, hielt Rasmus dann doch noch mehr Wind bereit. Dank dessen konnten wir Mittwoch bei 5-6 bft auflandig, die Wellen des Mittelmeeres noch einmal richtig hinunter surfen.

Zusammenfassend sei gesagt, das Training war wie Hammer und hat uns alle ein Stück auf unserem mühsamen Weg nach vorne gebracht.

Lars Raschdorf