420er- Herbsttrainingslager

Kiel-Schilksee, 20.-25.10.08

Am Montag um 11:30 Uhr trafen wir (Ferdinand, Emily, Fréderic, Philippa und natürlich Sonja) uns in Kiel, und luden erst einmal die Boote ab. Dann entschieden wir uns einen Blick in die Zimmer vom Haus der Athleten zu werfen. Wir hatten einen coolen Blick auf das Meer. Aber leider hatten wir nicht viel Zeit versonnen das Wasser zu betrachten. Nein, wir mussten Schwertlippen kleben. Um das zu vermeiden, nahmen Ferdinand und Fréderic schleunigst den anderen 420er, bei dem die Schwertlippen in gutem Zustand waren. (Dies sollte sich später allerdings noch als Fehler erweisen, denn wie sich bei Wettfahrten herausstellte war das Boot von Emily und mir schneller...)
Nachdem wir sicher waren die schönsten Schwertlippen von allen zu haben, zogen wir uns um, und fuhren mit einem Boot aus dem Hafen, um als erstes „die Lage zu checken“. Erst kam diese Maßnahme nicht besonders gut bei uns an, nur mit einem 420er raus zu fahren. Aber später hatten wir keinen Grund mehr Sonjas Entscheidung als „zu vorsichtig“ zu bezeichnen. Vor dem Hafen pfiff uns der Wind um die Ohren, und nach ganzen 50 Metern berauschender Gleitfahrt lagen wir im Wasser. Das wäre ja nicht schlimm gewesen, hätte Emilys Trockenanzug kein Loch gehabt. Also tauschten wir mit den Jungs. Aber auch Ferdinand erging es nicht besser.

Auch die anderen Trainingsgruppen, die hier waren, hatten mit dem Wind zu kämpfen. Neben dem Niedersachsen-Kader waren noch der Hamburg-Kader und der Mühlenberger Segel-Club mit 420ern da. Mit den letzten beiden sollten wir das Trainingslager in vielen Teilen gemeinsam gestalten (Frühsport, Trainingswettfahrten, Hallensport und Theorieunterricht). Nachdem wir wieder heil an Land angekommen waren, kamen abends nach dem Essen noch alle drei Trainingsgruppen zu eineinhalb Stunden Theorieunterricht zusammen.
Am nächsten Tag war um 7:30 Uhr Frühsport, zu dem Emily und ich zehn Minuten zu spät kamen, weil der Wecker um fünf Minuten falsch ging. Auf Touren gebracht, freuten wir uns anschließend auf das Frühstück. Um 10 Uhr ging es dann raus zur zweiten Trainingseinheit. Da ca. 3-4 Windstärken waren, und wir als Umsteigergruppe die Technik noch nicht so recht beherrschten, lagen wir auch diesmal wieder im Wasser. Das war für Emily und Ferdinand recht unangenehm, da ihre Trockenanzüge undicht waren. In der Mittagspause gingen wir dann hoch zur Ladenzeile, danach besaß zumindest Ferdinand einen dichten Trockenanzug und Emily wenige Tage später einen Neoprenanzug.
Am Mittwoch war der einzige Tag an dem Emily und ich nicht kenterten. Wir beiden Umsteigermannschaften machten von Tag zu Tag Fortschritte und segelten auch die Trainingswettfahrten in der Nachmittagseinheit schon mit. Zwar war der Hamburg-Kader noch unerreichbar, aber so manch anderen Segler ließen wir auch mal hinter uns.
Freitag war der vorletzte Segeltag und auch der einzige an dem „nasses Herbstwetter“ herrschte. Nach der Vormittagseinheit reisten bereits drei Mannschaften ab, so dass wir abends statt Hallensport zu machen mal ins Schwimmbad gingen und nach dem Abendessen frei hatten.
Am Samstag fand kein Frühsport statt, weil wir packen sollten. Dann nahmen wir unsere Sachen und segelten ein letztes Mal bei traumhaftem Sonnenschein und drei Windstärken raus. Nach einem zweiten kenterfreien Tag mussten wir noch unser Boot auf den Hänger laden, wozu wir einige genervte Passanten baten uns zu helfen. Dann fuhren wir leider schon nach hause.
Das Trainingslager hat sehr viel Spaß gebracht, was wir sicherlich zu einem großen Teil Sonja zu verdanken haben. Auch wenn es ziemlich anstrengend gewesen ist, da wir fast täglich von 7:30-21:30 Uhr Programm hatten, haben wir doch eine Menge gelernt.

Philippa Bensel