Yacht Club Santo Amaro (YCSA) – Segeln im Herzen São Paulos
Der Yacht Club Santo Amaro (YCSA) und der NRV haben vieles gemeinsam, schon die Lage: beide liegen in einer Metropole an einem Stausee.
Man erreicht den YCSA (gerufen „Iksa“) am südwestlichen Stadtrand von São Paulo in Interlagos – fast in Hörweite der Formel 1 Strecke – am Guarapiranga. 1906 für die Stromgewinnung aus Wasserkraft aufgestaut, dient dieser Stausee heute vorrangig als Trinkwasserreservoir und Naherholungsgebiet für die 20 Millionen-Stadt.
Nach Passieren der (in Brasilien obligatorischen) Wache beim YCSA wird sofort der deutsche Ursprung des Clubs deutlich – in einer Architektur, die an den Wannsee erinnert, und in der Sprache. Viele Mitglieder sind deutschstämmig oder deutsche Expats. Auf der Terrasse hört man heimatliche Laute.
Gegründet wurde der Verein 1930 in São Paulo als Deutscher Segel Club (DSC), 1938 in Yacht Club Santo Amaro umbenannt. Wie bei uns an der Alster bietet auch der YCSA seinen Mitgliedern ein erstklassiges Ambiente für eine seglerische Heimat – für ein Lunch mit Freunden und Geschäftspartnern und für ein Wochenende im Club und auf dem Wasser mit der Familie.
Der Blick auf das Wasser zeigt, dass die olympische Erfolge seiner Mitglieder wie Reinaldo Conrad, Alexandre Welter und Robert Scheidt keine Zufälle sind: das Training in Opti, Laser und 420er ist intensiv, die Jugendarbeit wie bei uns erstklassig. Und für die Regatten in den größeren Klassen geht es ans nahe Meer, nach Santos oder Ilhabela.
So gehört auch der YCSA zu den führenden Segelclubs seines Landes und auch hier werden Segler aus anderen Regionen der Welt herzlich willkommen geheißen.
Bericht: Hauke Moje
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