06.08.2012

Olympia Update

Die Starboot-Segler sind Dritte im Medal Race, die 49er holen in der zehnten Wettfahrt den ersten deutschen Tagessieg im Segeln und bei den 470er Damen hatten Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher mit einem 19. Platz einen schwierigen Start in die Wettfahrtserie, konnten sich aber mit drei Top 10-Ergebnissen auf Platz neun im Gesamtklassement verbessern.

Tobias Schadewaldt und Hannes Baummann zeigen mit einem Tagessieg, was sie können - Foto: Marina Könitzer/Segelreporter

Trotz eines Frühstarts unter schwarzer Flagge und der darauf folgenden Disqualifikation im siebten Lauf der Stare konnten sich Robert Stanjek und Frithjof Kleen durch konstante Leistung einen Platz im Medal Race sichern. Dort zeigte sich der Start in der Segelarena vor Fort Nothe bei wenig Wind schwierig und die beiden konnten nur im letzten Drittel die erste Bahnmarke umrunden. Doch schon auf der zweiten Kreiuz arbeiteten die beiden sich beharrlich nach vorne, bewiesen Nerven auf dem Vor-Wind-Kurs, der bis dato ihre Schwäche war, und umrundeten schließlich die fünfte Bahnmarke in der dritten Position, die sie bis zur Ziellinie beibehielten.

Insgesamt holen die beiden Berliner, die mit zwei Ausnahmen nur Top-10-Ergebnisse einfuhren, punktgleich mit den Neuseeländern auf Platz fünf den sechsten Platz für Deutschland. Ihre Bilanz: “Für uns war Olympia trotzdem eine schöne und wichtige Erfahrung.” Herzlichen Glückwunsch Robert und Frithjof!

Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann, die im 49er auch aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung ihres Steuermannes nicht von Anfang an ihre beste Leistung abrufen konnten, bewiesen ihr Potential in der zehnten von fünfzehn Wettfahrten. Nachdem sie in den fünften Regatta-Tag mit einem dritten Platz einstiegen, gingen sie im zweiten Rennen des Tages sofort an der ersten Tonne in Führung. Obwohl ihnen die Neuseeländer dicht auf den Fersen waren und an den Bahnmarken mit nur wenigen Sekunden Abstand in den Manövern folgten, konnten sie ihre Position knallhart und konsequent bis zur Ziellinie verteidigen. Mit elf Sekunden Abstand vor Peter Burling und Blair Tuke, die in der Gesamtwertung momentan auf Platz zwei liegen, holten die beiden Kieler den ersten deutschen Tagessieg aller Segeldisziplinen.

“Es war schön böig und drehend, wie in Kiel. Das können wir”, resümiert Tobias Schadewaldt. Nun liegen noch zwei Wettfahrten vor ihm und seinem Vorschoter, in denen sie sich, wenn sie ihr Potential ausschöpfen, noch bis ins Medal Race durchbeißen können. Vor der 14. Wettfahrt liegen sie auf Platz 13.

Die 470er Damen, die am Freitag ihre ersten Wettfahrten segelten, hatten einen ungünstigen Einstieg in die Regattaserie. Bei 15 Knoten Wind schmiss es NRV Olympic Team-Seglerinnen Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher an der ersten Tonne um, während sie ihren Spinnaker setzten. Durch die Kenterung fielen sie zurück auf den letzten Platz, während sie versuchten, ihr Boot wieder aufzurichten um mussten einen Abstand von einer halben Minute zu den Vorletzten aufarbeiten. Einen Platz konnten sie sich auf dem Dreieckskurs bis zur vierten Bahnmarke hocharbeiten, doch mit 5 Minuten 20 Sekunden Abstand zu den Niederländerinnen, die von Beginn der ersten Wettfahrt in Führung lagen, reichte es nur für einen 19. Platz in ihrem Olympia-Debüt-Rennen.

Mit einer zurückhaltenden Taktik am Start des zweiten Rennens umrunden sie die erste Tonne auf Position neun, können dann aber durch einen geschickten Leebogen auf dem Raumschotskurs des Outer Loop bis auf den zweiten Platz vorsegeln und bis zur Ziellinie diese Position halten. Der Ausgleich führt zu Platz zehn am Ende des ersten Olympia-Tages. Nach sechs gefahren Wettfahrten liegen die beiden auf Platz neun. Können sie die Position halten oder noch verbessern, starten sie am Freitag den 10. August um 13:00 Uhr in ihr Medal Race.


Ergebnisse

 

Bericht: Deike Flemming