29.08.2012

13. Eddy Beyn - Gedächtnispreis

Am 25. und 26. August 2012 wurde zum 13. Mal der Eddy Beyn-Gedächtnispreis unter den Optimisten auf der Alster ausgesegelt. Aber wo hat die vom NRV ausgerichtete Veranstaltung ihren Namen her?

Auf der Alster waren am Wochenende wieder zahlreiche Opti-Segler unterwegs - Foto: Peter Kähl

Edgar Beyn wurde 1894 geboren und trat 1911 in den NRV ein. Bei den Olympischen Spielen in Amsterdam 1928 segelte Eddy Beyn im 12 Fuß-Dinghi auf Platz fünf. Er war ein ambitionierter Segler und nach allen Berichten, die heute noch zu finden sind, ein Vorzeigesportler, der nicht nur gewinnen, sondern auch verlieren konnte. Entschuldigungen oder Ärger über verlorene Rennen gab es nie. Wenn man ihn darauf ansprach pflegte er zu sagen: „Wir segeln ja zu unserer Freude.“ Und selbst nach seiner aktiven Zeit verschrieb er sich als Obmann des DSV-Ausschusses für Wettfahrtsegeln dem Segelsport und wirkte als Mitglied der Internationalen Jury bei der Durchführung der Olympischen Spiele 1960 mit.


Eddy Beyn als Wettfahrtleiter - Foto: Archiv

Die Art, wie Eddy Beyn den Segelsport betrieb und unterstützte, muss man im Gedächtnis behalten und sein Andenken von Generation zu Generation weitergeben. Das dachte sich auch seine Frau Nelly Beyn-Berning, und stiftete 1962 einen Wanderpreis für die Klasse der Finn-Segler. Ende der neunziger Jahre gingen aber die Meldezahlen zurück und die Veranstaltung wurde mehrfach ausgesetzt. So wird seit Beginn dieses Jahrhunderts der Eddy Beyn-Gedächtnispreis im Optimisten ausgetragen.

Ein fairer und leistungsorientierter Segler wie Eddy Beyn möchte auch Opti B-Sieger und NRVer Justus Melzer werden. Vor den Wettfahrten am Samstag musste er auch noch zu einem Punktspiel im Tennis antreten, anschließende gab er auf dem Wasser richtig Gas und konnte sich mit den Plätzen 4, 1, 1, 7 das von Familie Beyn gespendete und heißbegehrte Halbmodel vor Vereinskollege Ole Ulrich und MSC-Segler Tom Jungblut sichern. Da sich unter den ersten sechs Booten insgesamt fünf NRVer befanden, können wir uns auch über den Teampreis in Opti B freuen.


Mit zwei Wettfahrtssiegen gewann NRVer Justus Melzer im Opti B - Foto: Mitja Meyer

Neben Justus und Ole darf auch Ferdinand Pfund (Platz 4) seinen Namen auf den Pokal gravieren lassen. Aber nicht nur die drei Teampokal-Gewinner haben ihr Bestes gegeben. Alle NRVer konnten zufrieden nach Hause gehen und segeln auch nach diesem Wochenende zu ihrer Freude.

Den Teampreis in Opti A ersegelte sich der MSC – allen voran Sieger Jacob Ahlers. Vom NRV holten sich Ava Momm und Tim Steuber aber schon mal wertvolle Punkte für die Qualifikation zur Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft 2013. Insgesamt kann der NRV sehr stolz auf seine Segler und seine Veranstaltung, den Eddy Beyn-Gedächtnispreis sein.

 

Ergbenisse Opti A

Ergebnisse Opti B

 

Bericht: Manuel Weiland